Wir über uns

Die „Historische Gesellschaft der Malteserstadt Heitersheim e.V.“ setzt sich seit ihrer Gründung 1977 als gemeinnütziger Verein für die Erforschung und Erhaltung des historischen Erbes der Stadt Heitersheim ein. Mit unseren drei Museen und zahlreichen Veranstaltungen möchten wir das Interesse an Kunst, Kultur und Geschichte fördern und einen Mehrwert zum kulturellen Leben beitragen.

Durch die 1200 - Jahr-Feier der Stadt Heitersheim inspiriert, war das Interesse für die Geschichte der Stadt stärker entfacht worden. So konnten Fritz Fünfgeld und Manfred Schlegel im Okt.1977 den "Förderkreis zur Erhaltung Historischer Bauten und Denkmäler der Malteserstadt Heitersheim" gründen. Spontan wurden 150 Personen als Gründungsmitglieder geworben. Die erste Bewährungsprobe bestand der Förderkreis darin, eine geplante Umgehungsstrasse durch das Areal des Malteserschlosses zu verhindern. Der Bereich ostwärts des Schlosses einschliesslich des sogenannten "Scherbenackers" wurde erworben und zur Naherholungszone mit Gartenanlage, Pavillon und Schachanlage ausgebaut. Bei einem Wettbewerb kommunaler Bürgeraktionen zeichnete das Land Baden-Württemberg diese beispielhafte Initiative mit einem Hauptpreis aus.Das gesamte Areal der römischen Villenanlage wurde 1982 zum Grabungsschutzgebiet erklärt. Nach Renovierung des Kanzlei- und Gerichtsgebäudes des Malteserschlosses durch den Vinzentinerinnen-Orden wurden dem Förderkreis Kellerräume im neu renovierten Gebäude grosszügigerweise überlassen, sodass im April 1985 das "Johanniter- und Maltesermueseum" eröffnet werden konnte.

Luftbildaufnahmen des Aufklärungsgeschwaders "Immelmann", das bis 1992 in Bremgarten stationiert war, zeigten im Juni 1989 das gesamte Ausmass einer römischen Anlage auf dem Scherbenacker ostwärts des Malteserschlosses. Dank intensivem und hartnäckigem Engagement des Vorsitzenden Fritz Fünfgeld mit Unterstützung von Bürgermeister Jürgen Ehret und dem Leiter des Provinzialrömischen Institutes Prof. Dr. Hans Ulrich Nuber konnte 1991 mit den Ausgrabungen der "Villa urbana" begonnen werden. Viele Spender und freiwillige Helfer ermöglichten den Bau eines Schutzhauses unter der Leitung von Architekt Werner Oskar Höfler, der später Fritz Fünfgeld als Vorsitzenden des Förderkreises ablösen sollte. 2001 konnte das "Römermuseum" eröffnet werden. Die Mühen haben sich gelohnt, denn weit über 20.000 Besucher zählt das Museum in den letzten drei Jahren.

Nach 22-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender übergab Fritz Fünfgeld die Leitung des Förderkreises 1999 an Werner Höfler. Dieser musste aus gesundheitlichen Gründen 2008 den Vorsitz niederlegen. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder den bisherigen Stellvertreter Dr.Josef Rupp.

Bereits 2007 gab sich der Förderkreis einen neuen Namen: "Historische Gesellschaft der Maltesestadt Heitersheim".

Mit der Herausgabe der Chronik der Stadt Heitersheim im Okt.2010 setzte die Gesellschaft einen weiteren Meilenstein bei der Bearbeitung der Geschichte der Stadt. Rechtzeitig zur 200-Jahr-Feier zur Verleihung der Stadtrechte an Heitersheim durch den Grossherzog Carl Friedrich von Baden wurde die neue Chronik fertiggestellt. Gleichzeitig schenkte die Gesellschaft zu diesem Anlass der Stadt Heitersheim die Amor-Säule auf dem Kreisel von dem Alten Rathaus.

"Wer die Gegenwart begreifen will, muss die Geschichte kennen", unter diesem Leitsatz will die Vereinigung auf die Bedeutung der Johanniter und Malteser sowie der einst hier residierenden Römer aufmerksam machen.